Firmengeschichte

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Der Gründer Josef Primbs war in Bogen geboren und erlernte einen naturwissenschaftlichen Beruf wie sein Vater (Landgerichtsarzt), allerdings war er Apotheker. 8 Jahre war er als Assistent in verschiedenen Apotheken beschäftigt. Die Apothekerkonzession, um die er sich beworben hatte, wurde ihm jedoch nicht erteilt. Mit 30 Jahren heiratete er die Witwe Margarete Falk, die in Straubing einen Leinwand- und Tuchhandel betreib. Dieses Geschäft führten die beiden dann noch zwei Jahre weiter, bis sich die Gelegenheit für die Übernahme einer Eisen- und Lederhandlung in Straubing ergab. 1847, vor über 150 Jahren übernahm der Gründer Josef Primbs, das Haus Nr. 255, jetzt Ludwigsplatz 13, in Straubing (nun gemietet von Hennes&Mauritz) die darin ausgeübte reale Eisen- und Lederhandlung-Gerechtsame. Dies bedeutet in der damaligen Sprache, dass das Handelsunternehmen fest an das Gebäude gebunden war.

Von dieser Eisenhandlung bestehen Aufzeichnungen, dass sie bereits ab 1793 von Alois Kaiser und danach ab 1822 von Max Wolf geführt worden war. Das Geschäft bestand also vor dem Kauf vor über 150 Jahren bereits seit mehreren Generationen.

Im Jahre 1873 übernahm der Sohn Josef Primbs (II), durch Kauf die Eisenhandlung. Er heiratete die Bierbrauerstochter Barbara Steiner. Die beiden hatten 9 gesunde Kinder. In den Jahren 1880 - 1890 erlebte diese zweite Generation einen großen Aufschwung. Josef Primbs II kaufte Felder an der Landshuter Straße, außerhalb der Geleise, damals stand hier noch keinerlei Gebäude, es existierten nur Felder. Unter anderem führte er den Kunstdünger in Straubing ein. Hierbei war seien Erfahrung als Eisenhändler natürlich ein großer Vorteil Damals wurde Stahl nach dem sogenannten Thomas-Verfahren hergestellt, bei dem dem Eisen Phosphor entzogen wurde. Dieser Phosphor reicherte sich in der Schlacke, dem "Thomasmehl" an und ergab einen guten Phosphatdünger.

Bereits vor dem 1. Weltkrieg wurden die Zeiten allerdings schlechter, währen des Krieges waren die Söhne an der Front. Josef Primbs II hatte sein Vermögen vor allem in Gold-Pfandbriefen angelegt, und nicht in Grundstücken, Gebäuden oder Aktien. Mit der großen Inflation 1922/1923 verloren die Pfandbriefe ihren Wert, die Familie verarmte.

1930 ging das Unternehmen mangels eines Testamentes zu 6 gleichen Teilen an die Kinder über, die vorher noch nicht ausbezahlt worden waren. Kurz gesagt, es war kein Geld da und 6 Familien wollten satt werden. Die Situation war sehr verfahren. Der 2. Weltkrieg kam, und ein weiterer schwerer Schlag traf die Familie, als am 18. April 1944 beim großen Luftangriff auf Straubing das Lagerhaus in der Landshuter Straße in Schutt und Asche gelegt wurde.

Innerhalb dieser 3. Generation wechselten die Geschäftsführung die Besitzanteile mehrere Male. Ein Mitglied dieser Erbengemeinschaft war der Arzt Dr. Karl Primbs. Dessen Sohn Friedbert Primbs konnte in den Nachkriegsjahren als 4. Generation mit viel Geduld, Umsicht und Sparsamkeit das Unternehmen wieder in eine Hand führen. Zusammen mit seiner Frau Gertraud Primbs, geb. Danner, leitete er nun vorausschauend die Geschäfte. Das Unternehmen entwickelte sich wieder und es wurde am Ludwigsplatz zu eng. 1966 baute Friedbert Primbs in der Landshuter Str. 2, am Standort des im Krieg eingeäscherten Lagerhauses, die neuen Hallen für Stahl und Eisenwaren.

Und nun schließt sich der Kreis wieder. Anton und Doris Kienle (geb. Primbs) sind 1989 als 5. Generation in das Unternehmen eingetreten. Und zwar ganz in der Tradition des Gründers als "akademischer Quereinsteiger", beide sind Diplom-Biologen. Doris Kienle hat außerdem den Abschluss einer Einzelhandelskauffrau. Unter deren Führung wurden die Verkaufsräume neugestaltet, die Bäderausstellung erneuert und vergrößert, die EDV ausgeweitet und verbessert, in die Lagertechnik Stahl investiert u. v. mehr.

Der Betrieb spezialisiert sich auf Profiheimwerker, Handwerk und Industrie. So wird zwar immer noch der Kleinbedarf an Eisenwaren, Werkzeug, Maschinen und Gartengeräten als Einzelhandel gedeckt, jedoch das Hauptgeschäft läuft über Außendienst, Telefon, Fax und Internet für Großkunden.

1995 wurde die erste Hausmesse für Handwerk und Industrie veranstaltet. Wichtige Hersteller und Lieferanten aus der Werkzeug- und Maschinenbranche stellen ihre Produktneuheiten auf dem Primbs-Gelände aus und bieten Informationen und Sonderkonditionen für die Besucher an. Zuerst jährlich, jetzt im Rhythmus von zwei Jahren wird diese Veranstaltung ein willkommener Treffpunkt von Handwerk und Industrie.

Am 1.1.1999 wurde die Beschlagsfirma Nöninger übernommen. Zuerst wurde diese Firma als Filiale in der Gustav-Hertz-Straße 23 betrieben, dann im Jahre 2000 in die Josef Primbs GmbH als Abteilung für Schreiner und Zimmerer in die Landshuter Str. 2 eingegliedert.

2003 trat die Firma der Gruppe WMV (Werkzeug-Maschinen-Katalog-Verbund) bei und ein eigener Katalog für Handwerk und Industrie mit Werkzeug, Maschinen, Arbeitsschutz, Betriebseinrichtung, Chemie, Befestigungstechnik und DIN- und Normteilen wird im zwei Jahres-Rhythmus aufgelegt, ebenso ein Internet-Werkzeug-Shop. Der gemeinsame Einkauf im Werkzeugbereich sichert hohe Qualität zu schlagkräftigen Preisen. Hinter dem Produktnamen „arat“ steht Markenqualität. C-Teile-Management ist für unsere Kunden ein teuerer Beschaffungskrieg, für uns ein Vergnügen.

Im Stahlbereich erfolgte ebenso eine Spezialisierung. In enger Zusammenarbeit mit hier ansässigen, zuverlässigen Metallverarbeitungsfirmen werden hochspezifische Stähle bearbeitet und Just-in-Time dem Kunden geliefert. Mit Rückverfolgung der Chargen, einer äußerst flexiblen EDV und eine ausgefeilte Logistik ist eine hohe Qualitätssicherung gewährleistet. Dies wurde uns auch schriftlich bestätigt:

Im Juni 2007 erfolgte die ISO-Zertifizierung 9001:2000 aller Abteilungen mit Auszeichnung    ohne jegliche Beanstandung durch den Auditor.

Unsere Mitarbeiter sind unser wertvollstes Kapital. Daher werden sie unter anderem auch von unseren Lieferanten regelmäßig auf Neuheiten und Sachthemen geschult. Über 30 Auszubildende hat die Firma seit der Übernahme von Doris und Anton Kienle mit Erfolg ausgebildet. Zwei Bürokauffrauen wurden mit einem „sehr gut“ besonders ausgezeichnet.

Auch Ehrenämter bleiben nicht aus:

Im Jahre 1999 wurde Doris Kienle als Vertreterin des Großhandels in das Gremium der IHK Straubing gewählt und ist seit 2006 auch in der Vollversammlung der IHK für Niederbayern in Passau vertreten. Sie steht als ehrenamtliche Finanzrichterin dem Finanzgericht München seit 2002 zur Verfügung.

2007 ist ein Jahr großer Ereignisse: Neunte Hausmesse, ISO-Zertifizierung und 160 Jahre Primbs. Gefeiert wurde anlässlich der Hausmesse zwei Tage lang am 21. und 22. September   mit unseren Kunden mit Sonderpreisen, Sekt und Bewirtung.

Ende 2008 erhielten wir ein neues, isoliertes Dach und darauf eine Photovoltaik-Anlage.

2009: Schnelllieferprogramm: In Zusammenarbeit mit unserem Einkaufsverband können wir innerhalb 24 Stunden auf jede Baustellenadresse in Deutschland, auf Nachfrage auch ins Ausland, 24.000 Marken-Artikel liefern. Heute bestellt, morgen da, wo unsere Kunden die Ware brauchen. Ab 50,- € Einkaufswert für unsere Stammkunden auch noch frachtfrei!

Wir wurden 2009 wieder erfolgreich recertifiziert.

Im Herbst 2009 fand die 10. Hausmesse am 18. und 19. September statt. Spitzenangebote und kompetente Fachberatung mit Vorführungen von unseren Lieferanten warten auf Sie.

Im Oktober 2009 ist leider unser ehemaliger Seniorchef Friedbert Primbs verstorben.

2010 durchliefen wir wieder erfolgreich die große Zertifzierung ISO 9001:2008.

2011 wurden wir erfolgreich rezertifiziert.

Am 23. und 24. September 2011 hielten wir unsere 11. Hausmesse ab. Es hat uns und unseren Lieferanten viel Spaß gemacht an die 1000 Kunden die neuesten Produkte vorzustellen.


 


 

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Josef Primbs GmbH - Landshuter Str. 2 - 94315 Straubing
Tel: 0 94 21 / 55 05 - 0 - Fax: 0 94 21 / 55 05 90 - e-mail: info@primbs-eisen.de - www.primbs.eisen.de